04/27/2020 - Radmobilität | News

04/27/2020 - Mobilität in der „Phase 2“: Paket für das Fahrrad

Das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität, zusammen mit Green Mobility, erarbeitet derzeit ein Maßnahmenpaket für den Ausbau der Radmobilität – auch um die öffentlichen Verkehrsmittel zu entlasten.

Die Radmobilität zu potenzieren, ist ein zentrales Anliegen des Landes, um die Mobilität in Zeiten des Coronavirus aktiv mitzugestalten. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider unterstreicht: „Überfüllte öffentliche Verkehrsmittel können für den einzelnen Fahrgast eine Gefahr darstellen und deswegen ist es wichtig, gesunde und attraktive Alternativen anzubieten. Die Radmobilität garantiert dabei nicht nur den nötigen Sicherheitsabstand, sondern sie ist auch gesund und preisgünstig.“ Die Mitarbeiter der Landesabteilung Mobilität und der Bereich Green Mobility in der STA - Südtiroler Transportstrukturen AG sind dabei, ein Paket zur Förderung des Fahrrads auszuarbeiten.

Gemeinden und Firmen beim Radkauf und Verleih unterstützen

Laut Harald Reiterer, Leiter des Bereichs Green Mobility, gehe es um einen mehrstufigen Aktionsplan: „Unser Ziel ist es, die Radwege auszubauen, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen zu motivieren, ihren Mitarbeitern Fahrräder zur Verfügung zu stellen und Gemeinden bei der Umsetzung von lokalen Maßnahmen zu unterstützen.“ Das Land sehe schon heute Beiträge für den Ankauf oder den Radverleih für Unternehmen und öffentliche Körperschaften vor, diese wolle man weiter ausbauen, sagt Reiterer.

Alfreider fordert: „Jetzt Rad-Straßen schaffen“

Es sei wichtig, in dieser Phase mutig zu sein und die Straßenverkehrsordnung im Sinne der Radförderung anzupassen. „Wir hoffen auch, dass die Südtiroler Gemeinden Mut und Weitsicht beweisen und einige Straßen insbesondere in dieser Phase für die Radmobilität optimieren, indem sie diese zum Beispiel zu Tempo-30-Straßen mit Vorrang für die Radmobilität umfunktionieren“, so der Landesrat. Diese Maßnahmen würden nicht nur Vorteile für die Bevölkerung bringen, sondern auch große Chancen für den lokalen Tourismus bergen, der immer stärker auf nachhaltige Mobilitätsformen setzt.

Man sei sich dabei bewusst, dass diese „Rad-Straßen“ am Berg nicht möglich seien, wohl aber in den größeren Zentren und rund um die Städte eine optimale Anwendung finden würden. „Denken wir nur an den Stau rund um die Landeshauptstadt Bozen. Die Gemeinden sollten die aktuelle Situation als Chance für die Potenzierung der nachhaltigen Mobilität und speziell für das Fahrrad nutzen“, fordert der Landesrat.

Erklärtes Ziel bleibt es, dass das Fahrrad bis 2030 beim Modal Split – also der Aufteilung der Mobilitätsformen für zurückgelegte Weg – einen Anteil von 20 Prozent erreicht.