Elektro-Sportwagen made in Südtirol

Elektromobilität

Der junge Bozner Ingenieur Luca Fazzi hat drei neue elektrische Fahrzeuge entworfen, darunter einen straßentauglichen Sportwagen im Formel 1-Look. Die Firma Fazzi hat ihren Sitz in Bozen. 

Die Firma Fazzi hat ein straßentaugliches Rennauto, einen sogenannten Supersportwagen und den Prototyp eines auf Elektroantrieb umgerüsteten Traktors präsentiert. Die elektrischen Fahrzeuge des Bozner Startups werden bald auf unseren Straßen fahren.

Mehrere auf Elektroantrieb umgerüstete Traktoren, die zu den ersten Prototypen des Startups zählen, wurden schon ausgeliefert. Beim sogenannten Eco Retrofit System, das erstmals auf der Klimamobility Messe in Bozen präsentiert wurde, werden der Motor und Teile der technischen Ausstattung von bereits existierenden Traktoren ersetzt. Das Team um Luca Fazzi hat es dadurch geschafft, die Potenziale der Elektromobilität zu zeigen, welche auch zur Verschrottung vorgesehenen Fahrzeugen ein neues Leben schenken kann.

Fazzis internationales Team besteht etwa zur Hälfte aus Südtirolern, er hat aber auch Mitarbeiter aus den Vereinigten Staaten, China und Deutschland. Sie entwickeln Fahrzeuge, die auf technische, technologische und ästhetische Innovationen abzielen, ohne aber die Motorleistung und die Freude am Fahren zu vergessen. Sein in Südtirol produzierter Supersportwagen Gran Turismo verfügt über einen besonders starken elektrischen Motor.

Das dritte Fahrzeug von Fazzi ist ein Rennwagen im Formel 1-Look, der ebenfalls elektrisch angetrieben wird und sowohl auf der Piste als auch auf der Straße fahren kann. Dieses Auto, das in weniger als 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, konnte auch dank eines Crowdfundings von mehr als 107.000 Dollar auf der Plattform Indiegogo entwickelt werden. Das Projekt heißt „Egoista EM 01“ und wurde unter dem Slogan „elektrische Seele, rebellischer Instinkt, italienisches Herz“ (anima elettrica, istinto ribelle e cuore italiano) entwickelt.

Sowohl Supersportwagen und Rennwagen als auch die Traktoren können entweder rein elektrisch angetrieben oder auch als Hybrid mit Benzin- und Elektromotor ausgestattet sein. Natürlich ist ein vollständig elektrischer Motor die umweltfreundlichste Variante: er ist schnell und spurtstark, zugleich aber leise und abgasfrei. Alles, was man sich von einem „Supercar“ im 21. Jahrhundert erwarten sollte.

Die Sportwagen sind bislang nur Konzeptfahrzeuge, es wird aber nicht mehr lange dauern, bis die ersten Prototypen in den Verkauf kommen. Dann kann man auf Südtirols Straßen und Äckern elektrische Fahrzeuge sehen, die in Bozen produziert beziehungsweise umgerüstet wurden und einen kleinen Beitrag dazu leisten, Südtirol zu einer Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität zu machen.

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