Das Südtiroler Radwegenetz

Radmobilität

Radfahren auf stillgelegten Bahntrassen, inmitten sanfter Weinberge oder zu Füßen mächtiger Bergriesen: Südtirol bietet ein gut ausgebautes wie vielfältiges Radwegenetz.

Wie wäre es mit einer Familien-Radltour durch den Vinschgau, mit Einkehr in der Radbar bei Naturns? Oder lieber die Etsch entlang bis zur Salurner Klause, vorbei an Obstbäumen und Weinreben? Nicht nur Mountainbiker haben in Südtirol angesichts des vielseitigen Angebots die Qual der Wahl. Auch im Tal findet sich ein gut ausgebautes und beschildertes Radwegenetz, auf dem das Land von Ost nach West und von Nord nach Süd bequem durchquert werden kann. Insgesamt findet man in Südtirol fast 500 Kilometer abwechslungsreiche beschilderte Radrouten – am Fuße mächtiger Bergriesen, durch sonnige Weinberge oder entlang von Flüssen.

In der ADFC-Radreiseanalyse wurde Südtirol 2015 erneut zur drittbeliebtesten ausländischen Radreisedestination der Deutschen gewählt. Mit der Via Claudia Augusta (Platz 2) und dem Etsch-Radweg (Platz 4) führen zudem zwei der beliebtesten ausländischen Radfernwege abschnittsweise durch Südtirol. Ein weiterer bekannter Radfernweg in Südtirol ist der Radfernweg München – Verona, der u. a. durch das Pustertal führt. 

Eine Besonderheit des Südtiroler Radwegenetzes bilden zahlreiche stillgelegte Bahntrassen, die für Radfahrer und Wanderer adaptiert wurden. Mit ihren geringen und stetigen Steigungen bieten sie sich als familienfreundliche Touren an. Da die Eisenbahn oft auf Dämmen und Brücke geführt wurde, lockt zusätzlich an vielen Stellen eine gute Aussicht. Schöne Bahntrassenradwege gibt es z. B. zwischen Bozen und Kaltern, im Eisacktal zwischen Waidbruck und Kardaun, von Auer Richtung Fleimstal sowie von Toblach Richtung Cortina.

Zu genussvollen Pausen laden entlang des Südtiroler Radwegenetzes liebevoll gestaltete Rastplätze und natürlich eine Vielzahl an Einkehrmöglichkeiten – vom urigen Wirtshaus über den Weinbauern bis zum Gourmetlokal.

diesen Artikel teilen