Betriebliches Mobilitätsmanagement bei Iveco DV

Best Practices

Dank einer Reihe von Initiativen wie beispielsweise der Teilnahme am Radwettbewerb „Südtirol radelt“ und dem „Giretto d’Italia“ sowie der Reduzierung der Autostellplätze und der Installation einer größeren Anzahl von Fahrradstellplätzen ist es dem Mobilitätsmanager von Iveco gelungen, die Fahrradnutzung der Mitarbeiter von Iveco Defence Vehicles in Bozen zu steigern.

Iveco Defence Vehicles, ein Unternehmen, das in Bozen Fahrzeuge für Verteidigung und Zivilschutz herstellt und ca. 850 Mitarbeiter zählt, hat im Jahr 2011 damit begonnen, sich mit Mobilitätsmanagement zu befassen, als anhand eines Fragebogens die Gewohnheiten und die Trends in Bezug auf die Fahrwege der Mitarbeiter ermittelt wurden. Aufgrund der eingeholten Daten wurden einige Neuheiten eingeführt, die darauf abzielten, die Verwendung des Autos zu reduzieren und stattdessen die Nutzung umweltfreundlicherer Transportmittel zu fördern.

Seit 2014 nimmt Ing. Andrea Iocco die Stellung des Mobilitätsmanagers im Werk in Bozen ein. „Der Mobilitätsmanager hat innerhalb des Unternehmens eine wichtige Rolle: Er muss über eine gewisse Handlungsfreiheit verfügen, um seine Arbeit bestmöglich leisten zu können, und sollte zugleich in eine Abteilung eingegliedert werden, die thematisch mit seiner Position zu tun hat. Innerhalb des Iveco-Werks in Bozen bin ich der Leiter des Büros für Sicherheit, Umwelt und Energie, wozu unter anderem auch die Themen der nachhaltigen Mobilität gehören, die in erster Linie auf eine Verbesserung der Gesundheit und eine Reduzierung der Umweltbelastung durch den Verkehr der eigenen Mitarbeiter abzielen. Die gleichen Zielsetzungen werden auch im Rahmen des Produktionsablaufs des Unternehmens verfolgt“.

Konkret wurden während dieser Jahre die Autostellplätze im Innenhof des Werks reduziert, um stattdessen Platz für die Installation von ca. 260 überdachten Fahrradständern zu schaffen (vorher gab es davon nur 60), die täglich von einer wachsenden Zahl von Mitarbeitern in Anspruch genommen werden. Autostellplätze sind nur noch etwa zwanzig vorhanden, während es vorher über 100 waren, und sie werden vorwiegend für Firmenwagen benutzt. Darüber hinaus darf innerhalb des Werksgeländes nicht mehr mit dem Auto gefahren werden, sondern man darf ausschließlich zu Fuß gehen. Es wurde außerdem ein Firmenportal für das Carpooling eingerichtet, wo die Mitarbeiter sich selbständig in Gruppen organisieren können, um das Auto miteinander zu teilen. Darüber hinaus wurde ein Pendeldienst zwischen Mezzocorona und Bozen eingerichtet.

Da sie ihren Standort in der „Fahrradstadt“ Bozen hat, nimmt die Firma Iveco regelmäßig am Wettbewerb „Südtirol radelt“ und am „Giretto d’Italia“ teil. Die Mitarbeiter werden über diese Initiativen per E-Mail, durch das betriebliche Aushängebrett, durch Schilder neben den Fahrradständern und am Eingang des Werks, aber auch durch Informations- und Flugblattkampagnen in der Kantine, an den Autos und an den auf dem Betriebsgelände geparkten Fahrrädern informiert.
Im Jahr 2016 nahm Iveco DV die zweite Stelle in der Firmen-Rangliste des Südtiroler Fahrradwettbewerbs ein, mit einem 30%igen Zuwachs der Teilnehmer im Vergleich zu 2015 und fast 80.000 zurückgelegten Kilometern. Am „Giretto d’Italia“ haben über 200 Personen teilgenommen, was mehr oder weniger der Teilnehmerzahl des Jahres 2015 entspricht.

Natürlich bietet Bozen ein Terrain, das sich für das Radfahren sehr gut eignet und die Lage des Werks von Iveco DV in der Nähe von 40 km Radwegen spielt eine wichtige Rolle bei der Wahl des Transportmittels für die Fahrt zum Arbeitsplatz.

Für die Zukunft plant Iveco DV, den Mitarbeitern kostenlos eine Reihe von Fahrrädern für die Fahrt von und zu den Bahnhöfen zur Verfügung zu stellen. Außerdem steht die Schaffung einer Wartungswerkstatt in der Nähe der überdachten Fahrradständer auf dem Programm, so dass kleinere Arbeiten selbständig innerhalb des Betriebs vorgenommen werden können.

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