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06.07.2017 - FLIRT und Jazz auf Schiene

Im Rahmen der Pressekonferenz zum Abschluss der Lieferung der 20 neuen Flirt- und Jazz-Züge haben die Landeshauptleute Arno Kompatscher und Ugo Rossi darüber gesprochen welche Bedeutung sie der neu eingesetzten Staffel beimessen.

„Die im ersten Halbjahr neu hinzugekauften sieben Flirt-Züge werden, wie auch ihre Vorgänger, von der Bevölkerung sprichwörtlich als ‚unsere Züge‘ angesehen“, sagte der Landeshauptmann. Für das Lokalkolorit der Südtiroler Flirt-Züge ist einerseits die Südtirol-Marke auf den Zügen verantwortlich, andererseits stammen die Bezüge für die Sitze von einer Südtiroler Tuchfabrik.

Die Vorzüge der Flirts, ein Zugmodell der Marke Stadler, sind ihr flexibler, länderübergreifender Einsatz bei unterschiedlicher Stromspannung, Abstellplätze für Fahrräder, der bequeme Aufstieg ohne Treppen und die Panorama-Fenster, durch die seine Gäste die Südtiroler Landschaft genießen können. Natürlich sind die Ansagen des Passagier-Informationssystems zweisprachig. Besonders wichtig erscheint darüber hinaus, dass die Zugmodelle Flirt und Jazz, die im Trentino im Einsatz sind, besonders geräuscharm verkehren.

Landeshauptmann Rossi unterstrich, dass beide Länder neben Komfort und Design, auch in Pünktlichkeit und Häufigkeit der Verbindungen investiert haben. „Die Bahn ist sicherlich das Transportmittel, das sich am besten mit den Anforderungen unserer Länder und ihrer Natur deckt. Es verbessert die Lebensqualität aller“, sagte Rossi.

Der Direktor für den Personennahverkehr der Region Trentino-Südtirol, Roger Hopfinger, betonte, dass mit dem Abschluss dieser Zuglieferung nun etwa 80 Prozent der Regionaldienste in Südtirol und dem Trentino mit neuem Rollmaterial abgedeckt seien.

Zu Komfort und Design der Züge tragen auch die Lodenstoffbezüge des Brunecker Unternehmens Moessmer für die Sitze in den Zügen bei. Die Wolle als Naturprodukt sorgt für ein gutes Raumklima, ist atmungsaktiv und schmutzabweisend und erfüllt alle Auflagen in puncto Sicherheit und Brandschutz.

Trenitalia habe im Rahmen der beiden Dienstleistungsverträge mit den Ländern Südtirol und Trentino ungefähr 140 Millionen Euro investiert, 134 Millionen in Flirt- und Jazz-Züge und 6 Millionen in Infrastrukturmaßnahmen für deren Instandhaltung. Die Beteiligung des Landes Südtirol beträgt 47,8 Millionen Euro an den Investitionen von insgesamt 63,4 Millionen.

Weitere Informationen: www.provinz.bz.it

06.07.2017 | News | ÖPNV