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14.07.2016 - Doppeltes Ereignis: Spatenstich BBT-Eisackunterquerung und Einweihung BBT-Infopoint

News ÖPNV

14.07.2016

In Franzensfeste wurde am 12. Juli der erste Spatenstich für das Baulos der Eisackunterquerung gesetzt und der BBT-Infopoint eingeweiht.

Es handelt sich um das dritte und wichtigste Baulos, das unter anderem die beiden Tunnel von je zwei Kilometer umfasst, die unter dem Eisack hindurchführen. Das südlichste Ende des Tunnels wird den BBT mit dem Bahnhof von Franzensfeste verbinden. Der gesamte Auftragswert beträgt 301 Millionen Euro, die Bauzeit etwa acht Jahre.

Der BBT ist als Jahrhundertwerk einzustufen, wird er doch mit seinen insgesamt 64 Kilometern Länge die größte unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. 64 Kilometer sind es, wenn man die Strecke zwischen dem Portal in Tulfs (A) und jenem von Franzensfeste misst. Zurzeit ist der Gotthardtunnel, der seit Anfang Juni in Betrieb ist, mit seinen 57 Kilometern der längste Tunnel.

Auch die Finanzierung ist gesichert. Erst im Mai 2015 hat das CIPE Komitee 1,5 Milliarden Euro für das letzte Baulos des Brennerbasistunnels genehmigt. Die Arbeiten werden noch heuer ausgeschrieben und damit sind alle Bauarbeiten am Brennerbasistunnel finanziert, ausgeschrieben und zugeteilt. Diese Kosten von insgesamt 8,8 Milliarden Euro werden zwischen Österreich, Italien und der EU aufgeteilt.

Neben dem Spatenstich wurde auch der BBT-Infopoint in der Franzensfeste eingeweiht, der kürzlich fertiggestellt wurde und Anlaufstelle für die einheimische Bevölkerung ist, die sich zum Projekt BBT informieren will. Der bisherige Infopoint im alten Zollgebäude am Bahnhof in Franzensfeste war zu klein geworden. 

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Rete Ferroviaria Italiana (RFI), Maurizio Gentile, den beiden Vorständen der BBT SE, Konrad Bergmeister und Raffaele Zurlo, sowie dem Bürgermeister von Franzensfeste, Thomas Klapfer, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher den ersten Spatenstich an diesem bedeutenden Baulos des Brennerbasistunnels (BBT) durchgeführt. Mit dabei war auch Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

Weitere Informationen: www.provinz.bz.it

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